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Wie bindet man den Passiven?

  • hinzugefügt: 15-05-2025
Wie bindet man den Passiven?

Wie bindet man den Passiven?

Der Begriff „Passiver“ in der Szene bedarf keiner großen Erklärung. Das Fesseln des Passiven hingegen ist definitiv nicht mehr so populär wie früher. Diese Technik ist überraschenderweise ein sehr beliebter Bestandteil von BDSM-Spielen. Sie kann sowohl zu ästhetischen als auch zu erotischen Zwecken eingesetzt werden und verleiht der Beziehung zwischen dem dominanten und dem devoten Partner zusätzliche Tiefe.

Welche Materialien eignen sich am besten zum Fesseln des Passiven?

BDSM-Seile

Seile sind das klassische und am häufigsten verwendete Material im Bondage. Die besten Optionen sind:

  • Baumwollseile – weich, elastisch und ideal für Anfänger.
  • Hanfseile – bieten mehr Reibung und halten Knoten besser, können jedoch für die Haut etwas rauer sein.
  • Seide- oder synthetische Seile – glatt und rutschig, häufig verwendet für ästhetisch ansprechende und dekorative Fesselungen.

Handschellen und Manschetten

  • Metallhandschellen – schnell und effektiv, können jedoch Scheuerstellen verursachen und erlauben keine präzise Druckregulierung.
  • Leder- oder Stoffmanschetten – bequemer und sicherer für Anfänger, da sie das Risiko von Hautschäden reduzieren.

Bondage-Bänder

Spezielle BDSM-Bänder (meist aus Latex oder Vinyl) sind ein guter Kompromiss für jemanden, der gerade erst in diese Welt einsteigt. Sie kleben aneinander, sodass komplizierte Knoten vermieden werden.

Fell- oder Lederriemen

Diese Riemen werden häufig verwendet, um den Passiven an ein Bett, einen Stuhl oder ein anderes stabiles Objekt zu befestigen. Allerdings sind sie nicht so strapazierfähig wie Handschellen oder Bondage-Bänder.

Grundlegende Techniken zur Fesselung des Passiven

1. Single Column Tie – Fesselung einer Gliedmaße

Dies ist ein grundlegender Knoten im Bondage, der zum Fesseln einer Hand, eines Beins oder sogar des Rumpfes an einem Objekt (z. B. einer Säule oder einem Bett) verwendet wird. Er bietet eine gute Kontrolle, schränkt jedoch die Durchblutung nicht vollständig ein.

2. Double Column Tie – Fesselung zweier Gliedmaßen zusammen

Diese Technik wird genutzt, um Hände oder Beine zusammenzubinden, beispielsweise hinter dem Rücken oder vor dem Körper. Der Knoten sollte locker genug sein, um Probleme mit der Durchblutung zu vermeiden.

3. Chest Harness – Fesselung des Oberkörpers

Eine komplexere Technik, bei der Seile dekorativ und funktional um den Rumpf gelegt werden. Sie kann dazu dienen, die Hände zu fixieren oder als Basis für fortgeschrittene Fesselungen zu dienen.

4. Hogtie – Position extremer Unterwerfung

Hier werden die Hände hinter dem Rücken und die Knöchel zusammengebunden, oft verbunden durch Seile oder Handschellen. Diese klassische Position der Dominanz schränkt die Bewegungsmöglichkeiten des Passiven nahezu vollständig ein.

5. Frogtie – Fesselung der Beine in „Froschposition“

Die Knie werden gebeugt und an den Oberschenkeln fixiert, wodurch der Passive stark in seiner Mobilität eingeschränkt wird. Diese Technik ist besonders beliebt im BDSM, vor allem in knienden Positionen.

Sicherheitsregeln beim Fesseln des Passiven

Kommunikation und Einverständnis

Vor allem ist Kommunikation, Kommunikation und nochmals Kommunikation entscheidend. Wenn ihr bereits mit dieser Technik vertraut seid, kennt ihr eure Grenzen und wisst, was für euch akzeptabel ist. Solltet ihr jedoch gerade erst anfangen, diese Welt zu erkunden, achtet darauf, euren Komfort stets an erster Stelle zu setzen und diesen nach Bedarf behutsam zu erweitern.

Vermeidung gefährlicher Stellen

Man sollte niemals Seile um folgende Bereiche legen:

  • Hals – es besteht Erstickungsgefahr,
  • Gelenke und Nerven – insbesondere an den Handgelenken, wo es zu Nerveneinklemmungen und Durchblutungsstörungen kommen kann,
  • Brustkorb – bei Personen mit Atemproblemen.

Überprüfung der Durchblutung

  • Seile und Handschellen dürfen nicht zu eng sein – teste, ob ein Finger unter die Fessel passt.
  • Die Haut darf nicht blau anlaufen oder taub werden – falls dies passiert, sofort die Fesselung lockern.

Habe immer eine Sicherheitsbrille (Schere) zur Hand

Im Notfall solltest du in der Lage sein, den Passiven sofort zu befreien.

Ist Fesselung für jeden geeignet?

Nein. Diese Technik wird nicht jedermanns Geschmack treffen. Sie erfordert Wissen, Vertrauen und vor allem, dass beide Parteien Freude an möglicherweise unangenehmen Empfindungen haben. Wenn du das Gefühl hast, dass dies nicht dein Ding ist, ist das völlig in Ordnung. Solltest du jedoch in dieser Welt zuhause sein, dann hab Spaß – aber immer mit Bedacht!

Zusammenfassung

Das Fesseln des Passiven im BDSM ist eine Kunst, die sowohl technisches Können als auch Empathie erfordert. Mit den richtigen Materialien und Techniken lässt sich ein aufregendes und befriedigendes Erlebnis für beide Seiten schaffen. Das Wichtigste dabei sind Sicherheit, Komfort und offene Kommunikation.

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